Vom olympischen Dorf zum Stadtquartier der Zukunft

Fachschule Bautechnik

Neubau eines Olympischen Dorfs

Was soll auf dem über 70.000 m² großen Love Parade-Gelände, einem ehemaligen Güterbahnhof in Duisburg entstehen? Wie könnte das olympische Dorf für die Weltspiele 2032 in der Region Rhein-Ruhr aussehen und wie revitalisiert man einen in die Jahre gekommenen Vierkanthof in der niederrheinischen Provinz?

Für genau diese Fragen haben die Studierenden der Fachschule Bautechnik am Krefelder Berufskolleg Glockenspitz maßgeschneiderte Antworten gefunden. Mit viel Engagement und Fachwissen erarbeitete die Abschlussklasse der Fachschule Bauchtechnik (FBT17) praxisnahe Lösungen im Hoch- und Tiefbau, die jetzt am Oppumer Berufskolleg vorgestellt wurden. Über drei Monate hatten die angehenden Bautechniker*innen in Gruppenarbeiten mit vier bis sechs Personen ihre Köpfe zusammengesteckt. Herausgekommen sind kreative bautechnische Musterlösungen für ein Olympiadorf, einen Autohof und Vierkanthof.

„Unsere Studierende suchen sich selber die Projekte aus, in denen sie dann ihre Bauvorhaben planen. Dabei ist viel Eigeninitiative, Ideenreichtum und Fachwissen gefragt. Herausgekommen sind wieder tolle und umfangreiche Projektplanungen, die mehrere Ordner füllen“, freut sich Christian Brieden, Bildungsgangleiter Fachschule Bautechnik (Teilzeit), über die Ergebnisse und das große Engagement. Zusammen mit den Fachlehrern*innen und Projektbetreuern*innen Kerstin Besson-Simões, Anne Frohn, Markus Doll, Lothar Hinz, Stephan Moeres, Volker Hahn, Dennis Grikschas und Hans-Jürgen Mertens hatte Brieden die Arbeiten der Studierenden begleitet.

Projekt 1: Neubau eines „Olympischen Dorfs“

Auf dem ehemaligen Gelände der Deutschen Bahn in Duisburg-Wedau soll ein Olympisches Dorf für die Olympischen Spiele 2032 in der Region Rhein-Ruhr entstehen. Schwerpunkt dieses Projekts liegt in der Planung und Errichtung barrierefreier Wohngebäude zur Unterbringung der Teilnehmer*innen, sowie der Errichtung eines Gastronomie- und Eventkomplex zur Verpflegung und Unterhaltung der Athlet*innen.

Die Wohneinheiten werden so konzipiert, dass sie im Anschluss an die Olympischen Spiele als eine Begegnungsstätte für Jung und Alt verwendet werden können und die Wohngebäude sowohl als Studentenunterkünfte, als auch für das seniorengerechte Wohnen dienen.

Der Gastronomie- und Eventkomplex fungiert nach den Olympischen Spielen als Treffpunkt für die neuen Bewohner*innen und Gäste. Mit seiner integrierten Gastronomie dient der Komplex als Café, Restaurant und Freizeitzentrum – Food Court oder Shopping Center.

Projekt 2: Neubau eines Autohofs in Duisburg

Entwurf eines Bauschildes der Projektgruppe „Olympisches Dorf 2032“ (Foto/Entwurf: Berufskolleg Glockenspitz)

Das 70469 m² große Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs („Love Parade-Gelände“) liegt schon seit vielen Jahren brach. Die Stadt Duisburg ist seit einigen Jahren damit beschäftigt, dieses Grundstück attraktiver für Investoren zu gestalten. Somit wurde die Firma Rhein-Bau mit der Neugestaltung des Grundstückes beauftragt. Auf dem Areal entsteht ein neuer Autohof, der ganzjährig und ganztags geöffnet hat. Das Kernstück des Autohofs stellt eine moderne Waschstraße und deren Verwaltung mit einem angegliederten Café dar. Auf dem Gelände werden Stellplätze für Lkw und Pkw, sowie Sanitäranlagen und eine Tankstelle mit räumlich verbundenem Shop geplant.

Mit der Bebauung der Fläche soll kein Mahnmal für die Tragödie der Vergangenheit entstehen, stattdessen soll ein neues Areal geschaffen werden, das interessierte Arbeitgeber anlockt.

Projekt 3: Revitalisierung Vierkanthof

Die Projektgruppe „Green Independent Farmhouse“ revitalisiert einen Vierkanthof in Nettetal-Breyell. Das Projekt hat von Beginn an eine klare Vision und Mission: Die Sanierung des Objektes mit dem Fokus auf die Nachhaltigkeit. Für das alte Gebäude sind diverse Nutzungsänderungen vorgesehen. So wird ein Teil des Hofes kernsaniert und zu einem Wohngebäude umgebaut. In einem anderen Teil entsteht ein hauseigener Hofladen. Durch die Revitalisierung wird der Vierkanthof in vielen Bereichen autark. Der Schwerpunkt der Projektbearbeitung liegt in der Entwicklung eines neuen Konzepts für die Hofanlage und in der planerischen Umsetzung der erforderlichen Umbaumaßnahmen.

Zurück

Cookiehinweis

Auf dieser Website werden zur Verbesserung der Funktionalität und des Leistungsverhaltens Cookies eingesetzt. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Einstellungen übernehmen